Wieder ansässig: der Seeadler

Seeadler

Der Seeadler ist der größte Greifvogel Europas. Seine Flügelspannweite beträgt bis zu 2,40 Meter beim Weibchen. Bei den Greifvögeln ist immer das Weibchen größer als das Männchen.

Vor 40 Jahren war dieser Vogel in Deutschland so gut wie ausgestorben. Die Gründe sind vielfältig. Langsam erholt sich der Bestand wieder und sogar in unserer Region gibt es seit 7 Jahren wieder ein Brutpaar, welches jedes Jahr erfolgreich Junge großzieht.

Seeadler bleiben sich oft ein Leben lang treu. Es sind keine Futterspezialisten so wie der Fischadler. Neben Fischfang gehen sie auch auf Gänse- und Hasenjagd. Verendete Tiere werden auch nicht verschmäht.

Dirk Gildemann, Ornithologe und Fotograf, hat den Seeadler fotografiert.

Weitere Informationen gibt es unter: www.gildemann-fotografie.de/vogelfotografie

Warum Vögel fliegen können

Bussard

Die Fähigkeit zu fliegen ist Vögeln angeboren, trotzdem müssen Sie zuerst ein wenig üben, damit sie richtig starten, lenken und gut landen können.

Wie bei den Menschen lernt der eine schneller, der andere benötigt ein wenig mehr Zeit. Darum kommt es manchmal vor, dass ein Jungvogel aus dem Nest fällt.

Die größte Flügelspannweite

Pixabay Albatros

Mit bis zu 3,6 Metern Flügelspannweite ist der Wanderalbatros der Spitzenreiter unter den Vögeln. Der Seevogel ist als Segelflieger über den südlichen Ozeanen zu finden.

Der kleinste Flieger

Die Bienenelfe (auch: Hummelkolibri) aus der Familie der Kolibris ist die kleinste Vogelart der Welt: Von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende misst das Männchen rund sechs Zentimeter, das Weibchen ist ein wenig größer. Die seltenen, in Kuba beheimateten, Bienenelfen wiegen ungefähr zwei Gramm.

Der schwerste Flieger

Großtrappe

Mit einem Gewicht von bis zu 19 Kilogramm und einer Größe von über einem Meter sind die afrikanischen Riesentrappen die schwersten flugfähigen Vögel. Auch die bei uns noch beheimateten Großtrappen gehören in die gleiche Gewichtsklasse. Obwohl die Tiere gut fliegen können, drücken sie sich bei Gefahr lieber an den Boden.

In Deutschland gibt drei Standorte, wo die Großtrappen zu finden sind: im Havelländischen Luch (bei Buckow), im Fiener Bruch und auf den Belziger Landschaftswiesen. Am Tankumsee und im angrenzenden Vogelschutzgebiet kommen sie leider nicht vor.

Schnellster und langsamter Flügelschlag

Jungstare

Der schnellste Flügelschlag

Kolibris können pro Sekunde bis zu 80 Mal mit den Flügeln schlagen. Die zierliche Sonnenstrahlelfe, eine Kolibri-Art, erreicht beim Balzflug sogar 200 Schläge, die sie auf eine Spitzengeschwindigkeit von 95 Kilometer pro Stunde bringen.

Der langsamste Flügelschlag

Bei ihren Ausflügen können sich Geier ruhig Zeit lassen: Um ihr Gewicht in der Luft zu halten, müssen sie nur einmal pro Sekunde mit den Flügeln schlagen.

Die Langstreckenflieger

Pixabay Küstenseeschwalbe

Rekordhalter im Langstreckenfliegen ist die Küstenseeschwalbe: Sie fliegt von allen Zugvögeln am weitesten. Der Vogel brütet in der Arktis und fliegt dann in die Antarktis, um dort zu überwintern. Dabei legt die Küstenseeschwalbe hin und zurück zwischen 30.000 und 50.000 Kilometer zurück. Das entspricht dem Umfang der Erde.

Übrigens: Auch im Reich der Insekten gibt es rekordverdächtige Langstreckenflieger. Um in ihre Winterquartiere zu gelangen, legen Monarchfalter alljährlich mehr als 3000 Kilometer zurück. Die nur wenige Zentimeter großen Schmetterlinge fliegen von Kanada bis nach Mittelamerika.

Die Hochflieger

Kraniche

Die meisten Vogelarten fliegen etwa 100 bis 2000 Meter hoch über Normalhöhennull. Zugvögel steigen jedoch häufig sogar bis auf eine Höhe von 10.000 Metern, beispielsweise beim Überqueren des Himalajas.

Der gemessene absolute Rekord liegt bei 11.000 Metern: In solche Höhen schraubt sich der Sperbergeier über seiner afrikanischen Heimat empor. Es ist erstaunlich, dass die Tiere mit dem dort vorhandenen knappen Sauerstoff die zum Fliegen erforderliche Muskelkraft aufbringen können.

Der schnellste Flieger

Turmfalke

Der schnellste Vogel ist der Wanderfalke, der im Sturzflug bis zu 250 Kilometer pro Stunde erreichen kann. Seine normale Geschwindigkeit liegt zwischen 50 und 160 Kilometern pro Stunde.

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